| Zeit: | 27. April 2026, 17:30 – 19:00 Uhr |
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| Referent*in: | Jens Classen |
| Veranstaltungsort: | Universität Stuttgart Universitätsbereich S-Vaihingen Hörsaal V7.03 Pfaffenwaldring 7 70569 Stuttgart Link: Teilnahme an der Videokonferenz (webex) |
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Die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH realisiert im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes die Planung und den Bau der Weserquerung im Zuge der A281 in Bremen. Zwischen den bestehenden Anschlussstellen Seehausen und Gröpelingen entsteht dort der Neubau von ca. 5 km Autobahn als Lückenschluss des Bremer Autobahnrings. Der zentrale Abschnitt besteht aus einem Tunnelbauwerk von 1100 m Länge, welches die Weser auf einer Länge von ca. 300 m unterquert. Hierbei wird der Tunnel im Bereich der Weser und des Vorlandes auf einer Länge von 720 m als Einschwimm-und Absenktunnel, bestehend aus sechs Elementen, hergestellt.
Der Absenktunnel schließt sowohl im Norden als auch im Süden an Tunnelstrecken in offener Bau-weise sowie im weiteren Verlauf an Trogstreckenan. Im Norden schließt sich eine ca. 1100 m lange Galerie als Schutzbauwerk gegen die westlich gelegene Stahlhütte an. Die verbleibenden Abschnitte schließen als offene Strecken an die bestehenden Anschlussstellen an.

Die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG hat im Juli 2023 den Auftrag für die Erstellung der Ausführungsplanung und den Bau der Weserquerung erhalten. Die geplante Bauzeit beträgt 5 Jahre, die Fertigstellung der Vertragsleistungen ist im Jahr 2028 vorgesehen.
Nach Abschluss einer vorlaufenden Planungsphase befindet sich das Projekt seit Sommer 2024 in der Bauphase. Dabei erfolgt die Umsetzung einer bereits in der Angebotsphase verfolgten Alternativlösung für die Herstellung der sechs Absenkelemente. Diese erfolgt, entgegen des geplanten Baudocks in der Trasse, in einem Trockendock im 60 km entfernten Bremerhaven, wobei je zwei Elemente parallel erstellt werden. Es erfolgt anschließend der schwimmende Transport flussaufwärts nach Bremen, wo die Ausstattung der Elemente für die besondere Bauweise des Absenkens erfolgt. Der Nassaushub des Absenkgrabens in der Weser sowie das Absenken selbst sind für das Jahr 2027 geplant.
Parallel hierzu erfolgt auf der Nord- und Südseite der Weser die Erstellung der Tunnel- und Trogstrecken in traditionell offener Bauweise in tiefen Baugruben im Schutz von rückverankerten Schlitz-, Spund- und Bohrpfahlwänden. Den unteren Abschluss bildet eine mit Micropfählen gegen Auftrieb gesicherte Unterwasserbetonsohle. Am Nordufer kommt die Trasse auf dem Gelände des AMB-Stahlwerks zu liegen, mit der besonderen Herausforderung des Aushubs und der Entsorgung von mit Hochofenschlacke kontaminierten Böden.
Der Vortrag beschreibt die Besonderheiten der Planung sowie den Stand der Arbeiten.
> Reminder zum Vortrag am 27.04.2026
> zum Stuttgarter Geotechnik-Seminar
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Kontakt:
Bernd Zweschper
Dipl.-Ing.Akademischer Oberrat, stellv. Institutsleiter
Lisa Becker
Bibliothekarin / Sekretärin